Atlas Stereo
Für so manchen High-End-Audio-Liebhaber zählt die Aesthetix Atlas zu den technisch beeindruckendsten Endverstärkern – für viele Musikliebhaber gehört dieses Monument einer Stereo-Endstufe jedoch schlicht zu den musikalischsten seiner Zunft. Einmal mehr zeigt Jim White, dass das klangliche Optimum nur durch das Verlassen scheinbar vorgegebener Pfade und den Blick über den Tellerrand möglich wird. Während die Aesthetix-Vorverstärker ausnahmslos alle reinrassige Röhrengeräte sind, zeichnet sich die Atlas-Endstufe durch ihr raffiniertes Hybrid-Konzept aus. Bestückt mit einer Röhren-Eingangsstufe, leistet dieser Transistor-Bolide mit seinen hochstromfähigen Netzteilen Außergewöhnliches.
Dabei beschränkt sich der technische Aufwand keineswegs auf die Kombination unterschiedlicher Verstärkertechnologien. Eine aufwendig konzipierte Stromversorgung mit zwei Transformatoren und drei Drosseln versorgt die verschiedenen Schaltungsbereiche, während die sorgfältige Trennung empfindlicher Signalverarbeitung und leistungsstarker Ausgangsstufen unerwünschte Einstreuungen minimiert. Die vollständig ohne globale Gegenkopplung ausgelegte Schaltung verfolgt dabei ein klares Ziel: das Musiksignal möglichst unverfälscht zu verstärken, ohne dabei die Kontrolle über selbst anspruchsvolle Lautsprecher zu verlieren. Mit 200 Watt pro Kanal an acht Ohm und 400 Watt an vier Ohm verfügt die Atlas zudem über reichlich Leistungsreserven, um auch bei dynamisch anspruchsvoller Musik souverän aufzuspielen.
Eine Besonderheit stellt darüber hinaus die integrierte Hochpassfilterung dar, die den Betrieb mit einem zusätzlichen Subwoofer erheblich erleichtern kann. In 16 Stufen lässt sich die Trennfrequenz zwischen 40 und 200 Hertz einstellen, wobei die sanfte Flankensteilheit von sechs Dezibel pro Oktave eine harmonische Einbindung des Tieftonbereichs ermöglicht. Wer hingegen auf eine solche Konfiguration verzichtet, kann das Signal über den Direkteingang unter Umgehung der Filterung führen. Damit erweist sich die Atlas nicht nur als leistungsstarker Endverstärker, sondern zugleich als durchdachte Lösung für anspruchsvolle Anlagenkonzepte.
Dank der Verbindung dieser technischen Vorteile aus zwei Welten präsentiert uns Aesthetix mit seiner „Atlas“ einen Endverstärker, der die von seinen Vorstufen bekannten Eigenschaften wie akribische Auflösung, unbändige Dynamik, Klangfarbenreichtum und „Luftigkeit“ an den unterschiedlichsten Lautsprechern hörbar macht. Dabei gelingt ihr die seltene Verbindung aus kraftvoller Kontrolle und feinsinniger musikalischer Darstellung, ohne dass eines dieser Merkmale auf Kosten des anderen gehen müsste.
Technische Details
- Modelle:
- Atlas Stereo
- Atlas Stereo Signature
- Atlas Stereo Eclipse
- Typ:
- Hybrid Stereo Endstufe
- Ausführungen:
- silber oder schwarz
- Abmessungen H / B / T:
- 21 x 46 x 48 cm
- Gewicht:
- 32 kg
- Eingänge:
- 2 x RCA (Cinch)
- 2 x symmetrisch (XLR)
- Eingangsimpedanz:
- 470k Ω
- Besonderheit:
- Zweites Paar Eingänge mit
wählbarem Hochpass-Filter
für optionalen Aktiv-Betrieb
(6db /Oktave, 16 Stufen)
- Zweites Paar Eingänge mit
- Ausgangsleistung:
- 2 x 200 W an 8 Ω
- 2 x 400 W an 4 Ω
- Unverb. Preisempfehlung:
- 13.000 Euro
- 15.000 Euro (Signature)
- 19.000 Euro (Eclipse)






